Urlaub in Marokko 2016

 

Vom 6. bis 27. August dauerte unser Urlaub in Marokko 2016. Von den bisher sieben Reisen  in “das Land des Sonnenuntergangs (arb.: al-Mamlaka al-Maghribīya) war das die dritte Reise mit dem eigenen Fahrzeug.

Unser Reiseziel war dieses Mal die Region um die Hauptstadt Rabat und ein Kurztrip ins Landesinnere nach Oued Zem, früher als “Petit Paris” (deutsch: Klein-Paris) von Marokko bezeichnet.

Urlaub in Marokko 2016 – Die Hinfahrt

Für die Hinfahrt waren vier Etappen mit drei Übernachtungen geplant, eine Übernachtung in Frankreich und zwei Aufenthalte in Spanien. Übernachtet haben wir jeweils in Hotels der IBIS-Kette.

Etappe Flörsheim – Bordeaux (Pessac)

Urlaub in Marokko 2016 - 1. EtappeDas erste und gleichzeitig längste Teilstück unserer Reise (ca. 1100 km) haben wir mit einigen Pausen in rund 12 Stunden bewältigt. Da wir Bordeaux bereits auf früheren Reisen erforscht haben, wurde auf eine Besichtigungstour verzichtet und als Herberge das IBIS-Hotel in Pessac ausgewählt. Das Hotel liegt nahe der Autobahn, allerdings ist der Verkehrslärm kaum zu hören. IBIS-Hotel PessacMit ∗∗∗ ist das Hotel von der schlichteren Sorte und kostete 54,- € pro Zimmer und Nacht. Bei der Routenplanung wurde der Großraum  Paris wegen der hohen Verkehrsdichte bewusst ausgespart, die Strecke führt über Metz, Troyes nach Orleans und weiter über die A10 nach  Bordeaux.
Weitere Informationen zum Hotel in Pessac.

Etappe Bordeaux – Salamanca

Urlaub in Marokko 2016 - 2. EtappeDie zweite Etappe von Bordeaux nach Salamanca in Spanien ist ca. 680 km lang. Wir benötigten dafür  etwas mehr als 8 ½ Stunden, einschließlich der Pausen. Die Route führte an Bayonne vorbei, über die Pyrenäen und durch das Baskenland, vorbei an Burgos und Valladolid nach Salamanca. Das gebuchte Hotel lag in der Innenstadt in einer ruhigen Seitenstraße gegenüber dem „Parque de los Jesuitas“. Obwohl es sich „nur“ um ein ∗∗ Hotel der IBIS-Kette handelt, übertraf es die Herberge in Bordeaux (Pessac) um ein Vielfaches. Der Preis für das Zimmer lag ebenfalls bei 54,- € pro Nacht. Unser Auto konnten wir in der Tiefgarage unterstellen.

Der benachbarte „Parque de los Jesuitas“ lädt zu einem gemütlichen Spaziergang ein, was wir nach der langen Fahrt genutzt haben. Unter den dicht belaubten Bäumen waren die 32° Nachmittagshitze kaum spürbar. In der Nähe des Hotels, an der Straße „Paseo de S. Antonio“ findet man kleine Geschäfte, u. a. auch eine Metzgerei, die eine traumhafte Chorizo-Wurst und Pata Negra (Schinken) anbietet.
Weitere Informationen zum Hotel in Salamanca.

Etappe Salamanca – Sevilla

Urlaub in Marokko 2016 - 3. EtappeDa dieses Teilstück unserer Reise lediglich 460 km lang war, haben wir es ruhig angehen lassen und etwas länger geschlafen. Die Fahrt nach Sevilla verlief ruhig und ohne Verzögerung, allerdings war das Auffinden des Hotels etwas abenteuerlich, was hauptsächlich an unserem Unverständnis für das spanische Kreisverkehrsystem lag, welches durch die (Irre-)Führung des Navigationssystems noch verstärkt wurde. Zur Navigation mit dem TomTom muss erwähnt werden, dass es immer empfehlenswert ist nebenbei die Wegweiser zu beachten. Das erspart das eine oder andere Wendemanöver bzw. „Fahren um die vier Ecken“. Offensichtlich verändert sich die spanische Verkehrsinfrastruktur schneller als die Karten angepasst werden. Obwohl dieses Hotel nicht unsere erste Wahl war (das war das IBIS-Hotel in Jerez de la Frontera, mit Pool, aber leider ausgebucht), wurden wir nicht enttäuscht. Pikobello sauber, gute Betten, Klimaanlage und preiswert. Was will man mehr?
Weitere Informationen zum Hotel in Sevilla.

Sevilla, Plaza De EspañaDer Abend im Hotel gestaltete sich allerdings etwas anders als wir es erwartet hatten. Pünktlich zum Abendessen erreichte uns die Nachricht, das der Hafen von Tarifa wegen zu starkem Wind geschlossen wurde und deshalb keine Fähren nach Marokko auslaufen. Sch…, was machen wir jetzt? Nach ausgiebiger Diskussion diverser Alternativen, etlichen Telefonaten mit der Familie in Marokko, sowie einer umfassenden Internetrecherche des Hotelmanagers, beschlossen wir erst einmal schlafen zu gehen und den nächsten Morgen abzuwarten. Um zwei Uhr in der Nacht kam dann per SMS die Information, das der Wind abgeflaut sei und der Fährbetrieb wieder aufgenommen werde.

Etappe Sevilla –Tarifa (Fähre)

Marokko 2016 - Die Fähre, ein Katamaran, läuft ein in den Hafen von Tanger, MarokkoDie mit 200 km Länge, kürzeste Teilstrecke auf dem europäischen Kontinent war schnell zurückgelegt, so dass wir mit der 13.00 Uhr-Fähre von Tarifa nach Afrika übersetzen konnten. Die Überfahrt nach Tanger (Ville) dauerte wegen des immer noch starken Windes etwas mehr als 40 Minuten. Nach dem die Einreiseformalitäten für Marokko erledigt waren, machten wir uns auf den Weg nach Kenitra, unserem ersten Ziel in Marokko. Wir kaufen unsere Tickets immer im Hafen direkt bei der Fährgesellschaft. Man hat die Auswahl zwischen den Fähren von Inter Shipping und FRS.

In Marokko

Kenitra

Unser erstes Ziel in Marokko war Kenitra, rund 230 km südlich von Tanger. Da Teile der Autobahn wegen eines Brandes gesperrt waren, haben wir die Strecke auf der Landstraße zurückgelegt. Leider war wegen der Sperrung der Verkehr entsprechend stark und so mussten wir die geplante „Sightseeing-Tour“ stark einschränken, weil es kaum freie Möglichkeiten für einen Stopp gab.

Kenitra ist eine junge Stadt. Sie wurde erst 1912 von  Marschall Louis-Hubert Lyautey während des französischen Protektorats gegründet. Kenitra zählt heute mit über 400.000 Einwohnern zu den zehn größten Städten Marokkos. Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses Sebou, gilt als Industriezentrum der Region Rabat-Salé-Kénitra und hat einen Hafen, in dem mittlere Hochseeschiffe anlegen können.

Etwa vier, fünf Kilometer außerhalb Kenitras liegt der Badestrand „Mehdiya Plage“, wo wir uns zwei Tage mit Sonnenbaden am Atlantik von der Fahrt erholten.Marokko 2016 - Kasbah Medhia bei Kenitra, Marokko

 Kasbah Medhia bei Kenitra

Rabat und Temara

Am Ende der ersten Urlaubswoche setzten wir unsere Reise nach Temara, einer 15 km südlich von Rabat gelegenen Stadt, fort. Temara liegt direkt am Atlantik, verfügt über sehr schöne Strände und einen kleinen Yachthafen. Die Stadt hat heute ca. 230.000 Einwohner. Unsere Unterkunft befand sich bei Freunden im Stadtteil Harhoura, Luftlinie 300 m vom Strand entfernt, in einer ruhigen Seitenstraße.

Marokko 2016 - Es gibt viel zu sehen im Souq von RabatVon hier aus haben wir Tagesausflüge nach Rabat unternommen, wo wir die Altstadt (Medina) mit ihrem Markt (arab. Souq) besuchten und am Ufer des „Oued Bou Regreg“ auf einer Dhow ein spätes Mittagsmahl einnahmen. 

Weiter ging es dann zur „Kashbah des Oudayas“, wo wir die engen Gassen erforschten und die Aussicht auf Tabriquet (ein Stadtteil von Salé) und auf den Atlantik genossen.   Die Stadt Salé wurde Anfang des 11. Jahrhunderts gegründet und war ab dem 12. Jahrhundert eine bedeutende Handelsstadt und während des Mittelalters der bedeutendste Atlantikhafen Marokkos. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts bildete Salé den Mittelpunkt eines unabhängigen Piratenstaates, dessen erster Gouverneur der holländische Pirat Jan Janszoon wurde (etwa 1570 – 1641, sein arab. Name war Murad Reis).

Marokko 2016 - Die Marina von Salé, im Hintergrund der Atlantik, Rabat - Salé
Blick auf den Yachthafen von Salé 

Ein anderer Tagesausflug führte uns zum Keramikmarkt in Salé. Hier findet man alles was das Herz begehrt – Vasen, Töpfe, Tajine, Figuren, Lampen und vieles mehr. Auf dem Rückweg machten wir einen Umweg über Bouznika, wo wir in einem kleinen Restaurant eine Rast einlegten. Marokko 2016 - Tajine, mit Glasur, ohne Glasur, mit Deckel, ohne Deckel ... Töpfermarkt in Salé, Marokko

Der Töpfermarkt von Salé

 Das Besondere an diesem Restaurant ist das kleine, aber feine (weil frische) Angebot, eine Speisekarte sucht man vergebens. Das Essen kann an sich direkt am Tresen zusammenstellen, das ausgesuchte Fleisch oder der Fisch wird dabei nach Wunsch zugeschnitten und gewürzt, möchte man Pommes, werden diese frisch geschnitten, der Salat wird ebenfalls mit einer Soße nach Wunsch frisch zubereitet. Der Preis liegt weit unter dem eines “normalen” Restaurants oder einer Fast-Food-Kette.

Ein weiteres Highlight war der Besuch des Mausoleum von Mohammed V.

Marokko 2016 - Das Mausoleum Mohammed V, Rabat

Mausoleum von Mohammed V

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