Die alten Anlagen

Der Beginn

Die ersten Anlagen hatten die Spurweite H0. Die Schienen (Mittelleiter), zwei Trafos und das rollende Material stammten aus dem Hause Trix, einige Wagen waren von Märklin. Die ersten Schienen waren hohle Blechschienen auf schwarzen Pappschwellen. Später wurden diese Schienen gegen die Neusilberausführung ersetzt. Die Weichen waren Handweichen mit aufgesteckten Weichenlaternen, bei der Umrüstung auf die neuen Schienen wurden elektrische Weichen angeschafft.

Das rollende Material

An Lokomotiven gab es eine BR 05 und eine BR 24. Der Güterzug, gezogen von der BR 24, bestand aus einem Flachwagen mit Rungen, einem Flachwagen mit rotem Kessel, einem Güterzug-Gepäckwagen und einem Niederbordwandwagen. Im Laufe der Zeit kamen noch ein Klappdeckelwagen, ein offener und ein geschlossener Güterwagen mit Bremserhaus hinzu.
Ein Personenzug bestand aus zwei grünen Schnellzugwagen, einer davon zur Hälfte Gepäckwagen, und einem blauen 1. Klasse Wagen, gezogen von der BR 05. Der andere Personenzug hing, wenn er zum Einsatz kam, an der BR 24. Er setzte sich aus den drei Wagen der ‘Königlich Bayerischen Staatsbahn’ von Märklin zusammen. Leider passten die Kupplungen von Märklin und Trix nicht zusammen, so das die Märklin-Kupplungen auf dem Mittelleiter der Trix-Gleise schliffen und es an den Weichen regelmäßig zu Kurzschlüssen kam.
Bedingt durch das Mittelleitersystem war ein gegenläufiger Zweizugbetrieb möglich, was allerdings regelmäßig zu Kollisionen führte.

Die Gebäude, Modellautos und Figuren

Die zur Anlage gehörenden Gebäude waren Modelle der Fa. Faller. Soweit ich mich erinnern kann, hieß der Bahnhof ‘Steinbach’. Dazu gehörte ein Bahnsteig mit Überdachung und ein Stellwerk.
Die Ortschaft rund um den Bahnhof bestand Anfangs aus zwei Einfamilienhäuschen, einem halbfertigen Neubau mit Gerüst und einer Villa mit angebauter Garage. Die Häuschen waren aus dicker Pappe gefertigt, standen auf einem kleinen Stück Hartfaserplatte und waren außen mit richtigem Verputz versehen. Die Gardinen bestanden aus Transparentpapier.
An einem der späteren Weihnachten kamen dann ein Güterschuppen, eine Burg und ein Bauernhaus mit Scheune dazu.
Es gab Modellfiguren in Einheitsgrau, wahrscheinlich von der Fa. Preiser, sowie Modellautos von Wiking und Schuco. Die Anzahl der Modellautos wuchs, abhängig vom verfügbaren Taschengeld, bis auf stolze 30 Stück an. Einige der Modellautos besitze ich heute noch.

Zäune, Bäume und Büsche

Bäume und Büsche bestanden aus Irisch Moos, dass beim Sonntagsspaziergang vor den Blumengeschäften am Frankfurter Hauptfriedhof aufgesammelt und zu Hause mit grüner Plakafarbe gefärbt wurde. Die Baumstämme waren aus gedrehtem Blumendraht und hatten drei Äste, auf die das Moos aufgesteckt wurde. Der Stamm war mit braunem Bast umwickelt. In die Grundplatte der Anlage wurden dann Löcher gebohrt und die Bäume eingesteckt. Leider trocknete das angemalte Moos im Laufe der Zeit vollständig aus, zerbröselte bei der geringsten Berührung und es ragten nur noch die (Draht-)Äste in den Himmel. Die Tannenbäume waren von Faller und wurden schichtweise zusammengesteckt. Telegrafenmasten waren aus Buchenstäben angefertigt und mit Leitungsträgern aus Blumendraht versehen. Der Weidezaun des Bauernhofes war ebenfalls aus halbierten Buchenstäben zusammengeklebt.

Der Berg und ein See

Ein See wurde aus weißlichem, zerknülltem und wieder geglättetem Transparentpapier hergestellt. Damit er möglichst echt aussah habe ich die Oberfläche irgendwann mit blauer Wasserfarbe angemalt. Die Grundplatte wurde an den sichtbaren Stellen mit grüner Plakafarbe angestrichen. Der Berg auf dem die Burg trohnte, war aus Raufasertapete geformt. Diese wurde in Tapetenkleister eingeweicht, über ein Gerüst aus Sperrholz gelegt, entsprechend zurecht gedrückt und mit brauner und grüner Plakafarbe eingefärbt.
Das Gleisbett und die Straßen wurden mit grauer Farbe aufgemalt. Die Straßen hatten mit weißem Buntstift aufgemalte Parkbuchten, Mittelstreifen, Richtungspfeile und Zebrastreifen. Schotter und Gras gab es nicht.

Die alten Gleispläne

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