Der Neuanfang

Der Wunsch eine Modelleisenbahnanlage zu haben

In den 1980er Jahren wollte ich gerne wieder eine Modelleisenbahnanlage haben. Meine Wahl fiel auf die Spurweite N. Aus Platzgründen konnte keine Spur H0 untergebracht werden. Ich kaufte mir die Startpackung (Nr. 0145) von ARNOLD. Diese bestand aus einem Gleisoval, zwei Weichen, einem Trafo, einer V200 und drei Güterwagen.
Manchmal wurde das Oval auf dem Wohnzimmertisch aufgebaut und ich ließ die Modelleisenbahn im Kreise fahren. Dabei habe ich diverse Gleispläne entworfen und Landschaften skizziert. Es wurde immer wieder der Vorsatz gefasst eine Ergänzungspackung zu kaufen, um eine größere Anlage aufzubauen. Leider blieb es aber beim Vorsatz.

Etwa zur gleichen Zeit baute mein alter Herr seine ARNOLD Anlage, Spur N, auf. An diesem Projekt arbeitete er rund sechs Jahre, bevor er alles wieder abbaute und einmottete. Ich konnte mich bedauerlicherweise nicht an dem Bau beteiligen. Die Entfernung von 300 km zwischen unseren Wohnorten stand leider einer regelmäßigen Zusammenarbeit im Wege.

Hurra, wir haben eine Eisenbahn

Als unsere beiden Jungs fünf und sieben Jahre alt waren, „erbten“ wir die Modelleisenbahnanlage. Der Schatz wurde vom Dachboden geborgen und in fünf Umzugskartons nach Hause gebracht. Dort wurde ausgepackt und der Inhalt von Staub und Perlite® (war als Lückenfüller verwendet worden) gereinigt. Wir haben alles oberflächlich begutachtet, sortiert, gezählt und in einer Exceltabelle katalogisiert.
Das rollende Material wurde gereinigt und auf einem einfachen Oval ließen wir die Lokomotiven und Wagen einige Runden drehen. Manche Loks ruckelten stark, die V200 ging gar nicht mehr und bei der BR05 war das Antriebszahnrad abgeschert, so das sie “leer” drehte. Dafür läuft die kleine KöF wie frisch aus der Fabrik. Die Jungs waren schlichtweg begeistert. Das rollende Material wurde im Anschluss an den kurzen Funktionstest in eine Vitrine gestellt.

Der Zustand der Gebäude und des sonstigen Zubehörs

Die Gebäude wurden als nächstes in Augenschein genommen. Dabei haben wir festgestellt das sich viele Verklebungen im Laufe der Jahre gelöst haben. Die Prüfung förderte aber keine irreparablen Schäden zu Tage. Fast alle Teile fanden wir in den Kisten wieder, außerdem gab es auch noch einen Schuhkarton voll mit den Resten der Plastikbausätze. Dem künftigen „Kitbashing“ steht also nichts im Wege. Die Bäumchen sind leicht verbogen, die Fahrzeuge und Figuren befinden sich in Schachteln und sind völlig unbeschädigt.

Schienen, Weichen und Weichenantriebe

Viele Teile sind an den Unterseiten mit Klebstoff verschmiert, es sind aber keine relevanten Schäden vorhanden. Der Zustand der Schienen und Weichen ist entsprechend gut. Alle Weichen und die vorhandenen elektrischen Antriebe funktionieren, lediglich eine der Doppelkreuzungsweichen ist in der Mitte durchgebogen. Die Weichenzungen sind aber nicht in ihrer Funktion behindert.

Die elektrischen Weichenschalter und Signale

Die meisten der originalen ARNOLD Weichenschalter nicht mehr zu gebrauchen, da sie sich im Laufe der Zeit in ihre Einzelteile aufgelöst haben.
Für die defekten Schalter ist mittlerweile eine Ersatzlösung gefunden, wir werden die Weichenschalter mit Rückmeldung selber bauen. Entsprechende Anleitungen haben wir im Internet bei 1:160.net und auf der Webseite von Felix Geering gefunden. Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich für die bereitgestellten Informationen. Wir werden über unsere Umsetzung des Themas berichten. Die vorhandenen Signale wiesen keine Beschädigungen auf und funktionierten ohne Beanstandung.

Nachdem alles gereinigt und katalogisiert war, haben wir das ganze Material verpackt und an einem trockenen Platz gelagert. Jetzt machten wir uns voller Euphorie über das ARNOLD-N Gleisanlagenbuch Bd. 2 (Gleispläne) her um eine Vorlage für die künftige Anlage zu finden.

Das (erste) Konzept

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